03. November 2017 | 19:30 Uhr

Killerpilze

Immer noch jung Tour 2017

Die KILLERPILZE führen 2017 zum 15-jährigen Bandjubiläum (!) die Tour ihres Chart-Albums „High“ fort und bringen ihre energiegeladene Live-Show mit frischem Anstrich auf die Bühne. Lässig-selbstbewusster Indie-Rock/Pop’n’Roll at its best!

 

Schauplatz Deichbrand Festival, Open Flair Festival oder Tollwood Festival im Sommer 2016. Das Spiel ist immer dasselbe: Die Zugabe-Rufe reißen nicht ab. Schweißgetränkte Menschen vor und auf der Bühne. Die KILLERPILZE haben gerade einmal mehr gezeigt, warum sie zu Recht zu den durchschlagendsten Livebands im deutschsprachigen Raum gehören: Schweißtreibende Rock’n’Roll-Energie, workout-artige Liveshow, lässignachdenkliche Texte, tanzflächentaugliche Pop-Refrains und ein Gespür, wie man das Publikum nicht nur einfängt, sondern auch 2 Stunden nicht wieder loslässt und begeistert.

 

Mit ihrem neuen Album haben die KILLERPILZE Kritiker und Fans gleichermaßen überrascht:eklektische Rockmusik zwischen großen Gitarren-Refrains, abgeklärtem Neuzeitblues und lässig- selbstbewusster Pose. Die Band um Frontmann und Texter Jo Halbig schafft es auf „High“, die großen Themen Major Love, exzessive Nächte, Sex und den Sinn des Lebens zwischen Backstageräumen und Reisen in treibende Songs zu packen. „Unwiderstehlich selbstbewusste und ja...aufregende Musik.“ Ein Statement, das nicht etwa von einem überschwänglichen Anhänger aus den eigenen Reihen stammt, sondern aus der Süddeutschen Zeitung nach der Show auf dem Tollwood Festival.

 

Was für ein Jahr! Mit ihrem aktuellen Album "High" sind die drei 2016 nicht nur das erste Mal in Jahren wieder in die Charts geschnellt, sondern gaben sich von Fernsehstudio zu Fernsehstudio und Festivalbühne zu Festivalbühne die Klinken in die Hand: ausverkaufte Frühjahrstour, Auftritte bei Circus Halligalli, der Tagesschau oder in diversen Late-Night- Shows, 20 Festivals über den Sommer und in der zweiten Jahreshälfte 2016 nochmal knapp 30 eigene – mitunter ausverkaufte - Konzerte in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz. Ein arbeitsintensives Jahr liegt hinter den drei Münchnern, aber das Trio hat noch lange nicht genug: „2017 ist ein besonderes Jahr für uns.15 Jahre KILLERPILZE! Ein Jubiläum zu einer Bandgeschichte, die sonst keine Band so vorweisen kann. Das muss gefeiert werden! Live spielen und mit den Leuten eine major gute Zeit haben, ist das Wichtigste für uns.“ Und da können sich Jo (27), Fabi (24) und Mäx (28) sicher sein.

 

KILLERPILZE-Konzerte sind Ereignisse. Das hat in den letzten Jahren nicht nur die Festivalbesucher von Major-Festivals wie Rock Am Ring, Nova Rock, Deichbrand, dem Frequency-Festival, Open Flair, oder Big Day Out überzeugt, sondern auch Fans in Frankreich und Russland (!), sowie die Damen und Herren von Jennifer Rostock & Madsen, welche die drei Mittzwanziger kurzerhand für einige Dates auf ihre Tourneen ins Boot holten.

 

2017 steht nun ganz im Zeichen des 15-jährigen Bandjubiläums. 15 Jahre KILLERPILZE bedeuten eine höchst unterhaltsame Reise einer echten Band durch die Popgeschichte mit zahlreichen Begegnungen, Höhen und Tiefen und einem unbändigen Willen die Bühnen der Welt zu erobern. Die einzigartige Dokumentation „Immer noch Jung", die den Werdegang der Band beschreibt und 2017 veröffentlicht werden wird, visualisiert die Entwicklung der einst jüngsten Rockband Deutschlands zum großen Teenie-Hype, den Fall danach und den Weg zurück in die oberste Liga der deutschsprachigen Musiklandschaft mit eigenem Label und hunderten von Livekonzerten. Wegbegleiter, Bands, Prominente, Freunde, Business-Partner und die Jungs selbst geben dabei Einblick in die Welt der Musiker und Menschen Jo, Fabi und Mäx. Für einige wird das zum Deja-vu - für alle aber ein großartiger Grund die alten Platten aus dem Regal zu holen, die neuen Songs auswendig zu lernen und sich live selbst davon zu überzeugen, dass die KILLERPILZE zu den besten deutschen Livebands gehören und auch in Jahr 2017 am Puls der Zeit mitgestalten. Die KILLERPILZE sind immer noch jung und man darf gespannt sein, wo der Weg dieser drei Ausnahmemusiker noch hinführt.

11. November 2017 | 20:00 Uhr

Skinny Lister

Tour 2017

Wer mit einem Mitglied von SKINNY LISTER verwandt ist, dürfte sehr traurig sein: Man sieht sich ja so selten! Kein Wunder, denn seit der Veröffentlichung des dritten Albums „The Devil, The Heart And The Fight“ im vergangenen Herbst ist das Sextett ständig unterwegs: erst die ausverkaufte Tour durch das Vereinigte Königreich, dann die Headliner-Tour durch die USA mit 26 Auftritten, zuletzt der Support für Dropkick Murphys, als die Briten bei den acht Konzerten in Deutschland für reichlich Stimmung gesorgt haben.

 

Selten ist eine Band in der Lage im Vorporgramm die Meute derartig mitzureißen, wie es SKINNY LISTER getan haben. Lorna und ihre Jungs kommen mit einem Lächeln auf die Bühne und starten mit ihrem Folk-Punk, ihren alkoholgesättigten Hymnen durch. Die Fans vor der Bühne drehten schon beim zweiten Stück ab und tanzten sich in einen Rausch. Was kein Wunder ist, verfiel doch jeder vom ersten Ton an dem wundervollen Charme von Sängerin Lorna Thomas, ihrem Bruder und Gitarristen Max, dem Teilzeit-Vulkan und Gitarristen Dan Heptinstall, dem Bassisten Michael Camino, Multiinstrumentalist Mule Brace und dem treibenden Schlagzeuger Thom Mills. SKINNY LISTER verwandeln jedes Konzerthaus in einen vollen Pub, in dem sie ihre Shanties, ihre punkigen Folk-Sing-a-longs, ihre Songs voller Liebe, Launen und Luzifer anstimmen, wo getanzt und gesungen wird. Was natürlich auch daran liegt, dass die Band eigentlich immer unterwegs ist und neben ihren kernigen Songs durch ununterbrochene Konzertreisen eben auch eine unendliche Live-Erfahrung mitbringt.

Jetzt stehen wieder die USA an, wo SKINNY LISTER die Legenden von Flogging Molly unterstützen werden, der zweite Teil der Großbritannien-Tour, dann kommen die Sommer-Festivals – darunter auch das Hurricane und das Southside – und im Herbst folgt dann endlich, endlich und lang erwartet die Europa- und Deutschland-Tournee als Headliner.

18. November 2017 | 19:30 Uhr

Emirsian & Debandjian

Papak Tour 2017

Eigentlich war Aren Emirze in Los Angeles, um das Vermächtnis seiner Noise Rock Band Harmful zu vollenden. Trotzdem blieb Zeit, die Kontakte in der großen armenischen Community dort zu pflegen. Der Musik-affine Geschäftsmann und leidenschaftlich Hobbymusiker Parsegh Topjan hatte eingeladen.

 

Da wurde getrunken und gesungen. Emirze nahm die Gitarre in die Hand und sang Emirsian-Songs. „Da kam der Gastgeber zu mir: genau das fehlt, wie Du armenische Musik siehst, das Alte mit dem Neuen verbindest, sodass es auch Nicht-Armenier ansprechen kann.“ Nach dem Tod des geliebten Vaters fand Emirze in dessen Nachlass eine Musikkassette, darauf der armenisch getextete Song „Achtschig Sirunag“, den er geschrieben und vor 20 Jahren seinen Kindern vorgespielt hatte. Die Initialzündung für Emirzes Akustikprojekt Emirsian. Für das erste Album „A Gentle Kind Of Desaster“ 2006 nahm er ihn auf. Obwohl die anderen elf Stücke englisch gesungen wurden, hatten sie längst eine armenische Melancholie.

 

Auf faszinierende Weise trafen Merseyside und Westcoast auf den Kaukasus. „Yelq“ zwei Jahre später dokumentierte schon im Titel einen Neuanfang. Tiefer und tiefer tauchte der Musiker in die Kultur seiner Ahnen ein. Auf dem Doppelalbum „Accidentally In Between“ (2011) war dann schon eine komplette CD auf armenisch. Der nächste, konsequente Schritt ist nun eine komplett armenische CD. Nur zu gern wollte Emirze das angehen. Aber neue Texte auf Armenisch zu schreiben, traute sich der in Deutschland geborene und aufgewachsene, mit anglo-amerikanischer Musik sozialisierte Musiker nicht zu.

Parsegh Topjan bot spontan seine Hilfe an, stellte zwanzig bis zu hundert Jahre alte armemische Gedichte zusammen zu denen Emirze Musik schrieb. In Ara Dabandjian von der armenischen Folkgruppe Element Band aus Los Angeles, fand Aren Emirze einen engagierten Mitstreiter. Noch bevor das Duo an die endgültige Realisation der Produktion gehen konnte, verstarb der Mentor des Projektes Topjian tragischerweise. Im Sommer 2015 trafen sich Emirze und Dabandjian, um auch seinen Traum zu verwirklichen „Wir haben alles live, ganz ohne Overdubs und in einem vertrauten Umfeld aufgenommen, zwei Gitarre, zwei Stimmen, gleichzeitig gesungen“, erklärt Emirze den Aufnahmeprozess. Ganz Essentielles hatten die Zwei dabei im Sinn. Wie die Barden früher Musik gemacht haben.

 

Wie Bob Dylan in den Sechzigern. Oder Simon & Garfunkel. Pure Emotion statt Perfektion. Aus dem Wohnzimmer. Aber mit dem Anspruch der Erhaltung der Gedichte für die neue Generation. „Sie dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, hoffen Emirsian & Dabandjian einen Beitrag leisten zu können, dass junge Menschen einen neuen Zugang zur klassischen Lyrik finden. „Papak“ ist der Titel des Albums von Emirsian & Dabandjian. Wunsch, Begehr, Verlagen heißt das. Melancholische Lieder über die Liebe, Leid, Erinnerungen, Sehnsüchte, auch über die Natur. Das Album erscheint Ende Oktober auf dem eigenen Hayk Records-Label im Vertrieb von Soulfood. Gemischt wurde das Album von Moses Schneider. Emirze hofft, mit „Papak“ mehr als mit seinen Platten davor Zuhörer für Armenien und das Schicksal der Armenier sensibilisieren zu können.

 

Dass der Deutsche Bundestag Anfang Juni 2016 seine Armenien-Resolution verabschiedete, war für ihn ein wichtiges Signal. Die Geschichte nicht vergessen, dabei immer nach vorne schauen, die Versöhnung als Vision, auch dafür stehen Emirsian & Dabandjian.

19. November 2017 | 20:00 Uhr

Balbina

Fragen über Fragen Tour 2017

Nachholtermin für den im März 2017 ausgefallenen Termin. Bereits gekaufte Einrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

 

„Warum lassen Maiglöckchen den Kopf hängen? Warum bin ich nur immer so müde, was hält mich an – was hält mich am Leben und warum?“ Die Liedermacherin BALBINA stellt sich mit ihrer Musik Fragen über Fragen und nimmt uns mit auf eine Forschungsreise nach Antworten. BALBINA tastet sich pragmatisch an Rätsel heran, die ihr alltäglich begegnen. Forscht mit Worten, sucht die Antworten auf ihre Fragen in den Fragen selbst. Sie beobachtet ihre Umwelt und ihren Alltag akribisch, stößt auf interessante Details und Abläufe, die sie stutzig machen. Sucht nach „Wortgruppen in der Buchstabensuppe“ oder nach dem Glück, gemeinsam mit einem „Suchtrupp im Moor“.

Was auf das erste Hören naiv klingen mag, ist ihre Liebhaberei der Einfachheit. Komplexe Mysterien glaubt sie in simplen, fassbaren Situationen lösen zu können. Ihr fallen einfache Dinge auf, weil sie in ihnen eine interessante und relevante Schönheit erkennt. BALBINA fühlt sich hinein in teures Porzellan, das in der Spülmaschine zu zerbrechen droht oder beobachtet Glühwürmchen mit Fieber. Sie malt mit ihren Sätzen ein Abbild der Welt, das im Alltag schwer erkennbar scheint und findet Methoden, um jede Facette zu entdecken: Sie „klebt sich Tesa auf die Brillengläser und sieht das Leben wie Monet“. Ihre Realität verschmilzt eng mit der eigenen Empfindsamkeit und Fantasie. Auch weil sie die Definition von Realität grundsätzlich in Frage stellt.

 

Sensibel analysiert sie Gefühle, sucht nach Gründen für Emotionen. Und wie so häufig , schwingt stets eine ruhige Melancholie in ihren Kompositionen mit. Vielleicht deshalb, weil sie so gern „im Trübsaal sitzt“. Die Visualisierung und Musikalisierung bleibt für die Künstlerin essentielles Sprachrohr für ihre Worte. Sie sagt zwar von sich selbst, sie sei mit den Sätzen verheiratet, aber der korrespondierende Soundtrack und das Bildmaterial seien ihre besten Freunde.